Asana

Körperhaltung

»Asana« leitet sich vom Sanskrit-Wort „as“ für Sitzen ab und beschrieb die Körperhaltung eines Yogis beim Meditieren. Heute steht der Begriff für die Körperhaltungen, die beim Yoga eingenommen werden. Allgemein ausgedrückt bedeutet Asana, eine bestimmte Körperhaltung längere Zeit hindurch bequem und entspannt einzunehmen. 

Viele Asanas wurden von den natürlichen Bewegungen und Haltungen der Tiere abgeleitet und nutzen so das Vorbild der Natur. Zum Beispiel: Marjari (Katze) zur Streckung des Körpers und der Wirbelsäule, Bhujangasana (Kobra) zur Lösung von Aggression und Emotionen, Shashankasana (Hase) zur Entspannung. Als höchste und »königliche« Asanas gelten Shirshasana (Kopfstand) und Padmasana (Lotus).

Gesundheitliche Vorteile

Asanas haben eine tiefgreifende Wirkung auf Körper und Geist. Sie wirken auf Muskeln, Gelenke, Atmung, Herz, Kreislauf-, Nerven- und Lymphsystem, auf sämtliche Organe und Drüsen sowie auf Geist, Psyche und die Energiezentren.

Asanas sind psychosomatische Übungen, die eine stärkende und ausgleichende Wirkung auf das gesamte Nervensystem haben und die psychische Verfassung des Übenden harmonisieren und stabilisieren. Gelassenheit und geistige Ruhe, Entspannung und ein Gefühl von innerer Freiheit und Frieden sind die Wirkungen, die durch diese Übungen erzielt werden.

Praxis

Asanas werden meist langsam ausgeführt, um das bewusste Nachfühlen der Bewegung zu ermöglichen. Nicht die Anzahl der Übungen ist wichtig, sondern die Qualität der Durchführung. Vor, zwischen und nach den Übungen soll eine Phase bewusster körperlicher und geistiger Entspannung eingehalten werden.

Zielsetzung der Asanas ist eine Harmonisierung von Körper und Geist durch bewusste Wahrnehmung der körperlichen und geistigen Vorgänge sowie durch konzentrierte Bewegung und Entspannung. Durch Asanas wird der Körper nicht ermüdet oder erschöpft, sondern im Gegenteil, er wird mit Energie aufgeladen, erholt und erfrischt.