Ruhig und wach
Der Begriff Meditation stammt vom lateinischen Wort „meditatio“ ab, was „nachdenken“ oder „nachsinnen“ bedeutet. Der Geist ist im Zustand der Meditation völlig wach und klar, aber gleichzeitig ruhig und entspannt.
Meditation wird als wesentlicher Bestandteil des Yoga verstanden. Es gilt als eigenständige Übung und gleichermaßen als eine spirituelle Praxis, die die Psyche beziehungsweise den Geist fokussieren und beruhigen soll.
Konzentriert und selbstbewusst
Wer regelmäßig meditiert, ist nicht nur gelassener und entspannter, er entwickelt auch Konzentrationsfähigkeit und Selbstbewusstsein. Hirnforscher stellten fest, dass sich die beteiligten Hirnareale schon nach wenigen Wochen Meditation vergrößern.
Der Körper schüttet bei regelmäßigem Meditieren weniger stressförderndes Cortisol aus, das wichtige Bereiche in unserem Gehirn angreift und dauerhaft schädigen kann. Zugleich werden Areale im Gehirn gestärkt, die unser Verhalten positiv beeinflussen und uns gelassener durch das Leben gehen lassen.
Praxis der Meditation
Hinsetzen, die Augen schließen, bewusst atmen, Gedanken und Gefühle vor dem inneren Auge anschauen und ziehen lassen, ohne sie festsetzen zu lassen – das sind die Grundprinzipien der Meditation.
In der klassischen Yogatradition werden Asanas – also Körperhaltungen – geübt, um die Prana-Energie durch den Körper zu leiten und Muskeln und Gelenke auf die sitzende Meditation vorzubereiten. Die Reihenfolge ist also: körperliche Yogapraxis, Atemarbeit/Pranayama, Meditation.

