Energiezentren

Chakren und Marmas

Chakren

Die Chakren-Lehre entstammt dem ältesten System zur Entwicklung des ganzen Menschen – dem Yoga – und ist mindestens 5.000 Jahre alt. Ziel ist die Befreiung von Leiden und die Vereinigung mit dem göttlichen Selbst. In den Upanishaden (ca. 500 n. Chr.) tauchen konkrete Hinweise zur Aktivierung der Chakras auf.

Der Begriff „Chakra“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Rad“ oder „Wirbel“. Tatsächlich sind Chakren in einer ständigen Drehbewegung. Sie sind feinstoffliche, trichterförmige Bewusstseinszentren entlang der Wirbelsäule, die den physischen Leib durchstrahlen. Sie beeinflussen die Zellen, Organe und das gesamte Hormonsystem und wirken sich auch auf die Gefühle und Gedanken aus.

Es gibt sieben Hauptchakren, Hand- und Fußchakren sowie tausende Nebenchakren. Diese können beim Yoga durch verschiedene Asanas aktiviert und harmonisiert werden. In der Chakren-Therapie werden beispielsweise auch Edelsteine, Bachblüten, Düfte und Farben eingesetzt, Energiearbeit oder Visualisierungen.

Funktion

Chakren nehmen die Energie der gesamten Umwelt auf und lassen kosmische Lebensenergie (Sanskrit: Prana) in den Menschen ein. So werden sie als Empfangsstationen, Transformatoren und Verteiler der verschiedenen Pranafrequenzen angesehen.

Jedes Chakra ist Mittelpunkt für tausende, feinstoffliche Energiebahnen (Sanskrit: Nadis), die die Energie im Körper weiterleiten. Sie dienen somit als Transformationszentren, in denen die Energie gesammelt, umgewandelt und für körperliche, seelische und geistige Prozesse zur Verfügung gestellt werden. Die sieben Hauptchakren werden von den zwei Haupt-Nadis umschlossen, Ida Nadi und Pingala Nadi.

Ziele & Wirkung

Ziel ist es, das Energieniveau anzuheben, energetische Blockaden zu erkennen und aufzulösen, um Körper, Geist und Seele zu heilen. Gut funktionierende Chakren bewirken körperliche Gesundheit, Gelassenheit sowie innere Ruhe und führen zu positiven Gedanken und Verhaltensweisen.

Marmas

Marma ist Sanskrit und bedeutet so viel wie „empfindliche, verborgene oder auch lebenswichtige Stelle“.

Diese Energiepunkte oder auch Energiefelder können durch die Yoga-Praxis ebenfalls aktiviert und ausgeglichen werden. Im Ayurveda werden 107 vitale Stellen, die Marmas, genannt. Darüber hinaus gibt es tausende kleinerer Steuerpunkte.

Marmapunkte sind Verbindungsstellen zwischen Körper, Geist und Bewusstsein. An diesen Vitalpunkten treten Informationen des Organismus, der Organe und Organsysteme, aber auch Bewusstseinsinhalte und Gefühle an die Oberfläche.

Marmas gelten auch als kosmische Schaltpunkte im menschlichen Organismus. Sie sind unsere „Antennen“ nach Außen und lassen uns feiner wahrnehmen – die Aura, Ahnungen oder Weitsicht und Visionen für die Zukunft.

Auch die Marmas kommunizieren über die Nadis, wortwörtlich Klangkanäle.

Marmas sind die Kraftzentren des Körpers, vergleichbar mit den Kraftorten auf der Erde.