Entspannen mit Fußbad

Im Trubel des Alltags vergesse ich immer wieder kleine Rituale, die mir eigentlich guttun. Eines davon ist ein wärmendes, entspannendes Fußbad mit Lavendel. Versuche es doch auch mal aus.

Lavendel beruhigt die Nerven und lässt dich herrlich runterkommen. Du schläfst auch besser und hast herrlich duftende Füße. Wenn du keinen Lavendel zur Hand hast, tut’s auch heißes Wasser mit einem Schuss Essig (z.B. Apfelessig), etwas Salz oder Honig.

Das Fußbad sollte eine Wassertemperatur von 38 bis 40 Grad haben. Die empfohlene Badezeit beträgt etwa 10 bis 20 Minuten. Warme Fußbäder weiten die Blutgefäße, senken den Blutdruck, entspannen den Muskeltonus. Daneben wirken Fußbäder auf das vegetative Nervensystem und bringen den gesamten Organismus zur Ruhe. Vorsicht: Nicht anwenden, wenn du unter Krampfadern oder arteriellen Durchblutungsstörungen leidest. 

Einfach mal nichts tun

„Wie herrlich ist es nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn.“

Ich liebe diese Zeilen von Heinrich Zille (1858-1929). Yoga und Meditation tun uns gut, aber manchmal tut es auch gut, dem Müßiggang zu frönen. Nichtstun ist so entspannend und macht produktiv. Ja, Müßiggänger sind kreativer. Und wäre es nicht toll, einfach mal wieder neue Geistesblitze zu erhalten?

Aber wie tue ich nichts? Kuschele dich zum Beispiel einfach aufs Sofa und starre Löcher in den Sternenhimmel, den Kamin oder einfach nur in die Luft. Am Anfang ist es schwierig, fällt dann aber immer leichter. Fange doch einfach mit wenigen Minuten an und verlängere nach und nach die Zeit. Ein tolle Erfahrung.

Dies ist übrigens wissenschaftlich belegt. Der amerikanische Neurowissenschaftler Marcus Raichle hat herausgefunden, dass es im Gehirn ein „Ruhezustand-Netzwerk“ gibt, das verschiedene Gehirnregionen einbindet. Es ist gerade dann hochaktiv, wenn wir herumhängen, dösen, die Gedanken schweifen lassen – also keinerlei zielgerichtete Aktivität verfolgen. Bei Probanden, die zu Testzwecken untätig und leicht gelangweilt in der Röhre eines Tomographen lagen, zeigte sich, dass ein spezifisches Netzwerk von Hirnarealen zu arbeiten begann. Raichle taufte die Kortex-Regionen „Default Mode Network“ (Ruhemodus-Netzwerk). Im Ruhemodus werden einerseits gegenwärtige Erfahrungen verarbeitet, andererseits beeinflussen auf diese Art aktivierte Hirnareale nachweislich die Kreativität. Das ist mit einer der Gründe, weshalb einem beim entspannten Nichtstun oft die besten Ideen, mitunter echte Geistesblitze kommen.